Heiztechnik zentraler Stellhebel zur CO2 Reduktion im Privathaushalt

13. Oktober 2020 Pressemitteilungen

EWR bietet Kundenberatung zur CO2-Einsparung in der Energienutzung

Ende 2019 wurde das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) als Teil des Klimaprogramms der Bundesregierung verabschiedet. Mit der letzten Woche verabschiedeten Gesetzesänderung startet der Emissionshandel im Jahr 2021 nun mit einem fixen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. Das am 8. Oktober vom Bundestag beschlossene Gesetz legt fest, dass ab 2021 eine CO2-Abgabe auf „in Verkehr gebrachte Brenn- und Kraftstoffe“ (zunächst Erdgas, Flüssiggase, Heizöle, Kraftstoffe) erhoben wird. Dadurch wird der Einsatz dieser Brenn- und Kraftstoffe teurer. Der Gesetzgeber verspricht sich hiervon Verhaltensveränderungen der Verbraucher mit dem Ziel eines geringeren CO2-Ausstoßes. Fest steht: Die Energiewende im privaten und gewerblichen Sektor gewinnt dadurch weiter an Dynamik.

„Vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung möchten wir unseren Kunden dabei helfen, ihren CO2-Ausstoß sowie die damit verbundenen Kosten nachhaltig zu senken. Einen der größten Stellhebel sehen wir im Bereich der Heiztechnik: Nach einer repräsentativen Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW e.V. könnte allein durch eine Umstellung aller deutschen Haushalte, die heute noch mit Öl heizen, auf einen Gasbrennwertkessel, rund 18 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden, erklärt EWR-Vertriebsvorstand Udo Beckmann. So liegt das Durchschnittsalter einer Heizanlage in Deutschland mittlerweile bei 18 Jahren und aktuell sind insgesamt rund 14 Millionen veraltete Heizanlagen in Deutschland im Einsatz. Dies entspricht 60 Prozent der in deutschen Wohngebäuden installierten Wärmeerzeugungsanlagen, die gemäß klimapolitischer Zielsetzung als unzureichend effizient gelten.

Ein Privathaushalt mit einem derartig veralteten Heizkessel und 40.000 kWh Gas-Bezug pro Jahr kann durch die Erneuerung der Kesseltechnik auf Gasbrennwerttechnik und einem hydraulischen Abgleich an den Heizkörpern etwa 25 Prozent Gas-Bezug bei identischem Heiz- und Nutzerverhalten einsparen. Das entspricht bei gleichem Heizträger Erdgas einer CO2-Einsparung von rund 2.200 kg pro Jahr. Stellt der Privathaushalt von Heizöl auf Erdgas um, steigert sich die CO2-Einsparung auf etwa 3.200 kg pro Jahr. Zum Vergleich: Um eine Tonne CO2 aufnehmen zu können, muss eine Buche etwa 80 Jahre wachsen. Pro Jahr bindet eine Buche 12,5 Kilo CO2. Gemessen an den skizzierten Einsparpotenzialen entspricht das bei Erdgas 176 Bäumen bzw. bei Heizöl 256 Bäume, die gepflanzt werden müssten.

„Diese alten Heizanlagen stoßen nicht nur überproportional viel CO2 aus – sie verbrauchen somit auch unverhältnismäßig viel Brennstoff“, sagt Marcus Wagner, Leiter der Abteilung Energiedienstleistungen im EWR und ergänzt „wir haben bereits Ende 2018 den Bereich Energiedienstleistungen gezielt ausgebaut, um unsere Kunden bestmöglich in energie- und klimapolitischen Fragestellungen beraten zu können. Wir entwickeln gezielt neue Produkte, von der Selbstversorgung über Fotovoltaikanlagen mit Energiespeicher, Energieeffizienz- und Förderberatungen vor Ort oder Angeboten im Heizungscontracting weiter“.