EWR plant fünf Millionen Euro in eine Heizzentrale und ein Fernwärmenetz für den Wormser Stadtteil Ibersheim zu investieren

18. Juni 2021 Pressemitteilungen

Ibersheimer Wärme macht kosteneffiziente und umweltschonende Wärmeversorgung möglich und soll Modellprojekt für weitere rheinhessische Gemeinden werden

Die Energiewende kommt nach Ibersheim: EWR plant den Bau eines Fernwärmenetzes im Wormser Stadtteil Ibersheim und damit Investionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro. „Damit haben alle Ibersheimer die Möglichkeit, energieeffizient, sparsam und nachhaltig zu heizen“, betont Oberbürgermeister Adolf Kessel. Zusammen mit Ortsvorsteher Daniel Belzer unterstützt er die Planungen seit der ersten Idee im letzten Jahr. EWR-Vorstand Stephan Wilhelm ist ein weiterer Mitstreiter im Planungsteam: „Ibersheim soll für uns ein Modellprojekt werden, das wir auch auf andere Gemeinden übertragen können.“

Ziel: 700.000 Kilogramm weniger CO2.
Und warum Fernwärme? In Ibersheim liegt kein Erdgasnetz – wie in einigen anderen rheinhessischen Gemeinden auch. Hausbesitzer greifen daher auf netzunabhängige, meist fossile Energieträger zurück. „Das bedeutet gleichzeitig meist eine höhere CO2-Belastung“, erklärt Projektleiter Marcus Wagner. In der Ibersheimer Heizzentrale wird das als Brennstoff eingesetzte Erdgas nahezu vollständig zu Wärme und Strom umgewandelt. Im Vergleich zu der herkömmlichen Energieerzeugung werden dadurch wertvolle Ressourcen geschont und die Umwelt entlastet. Der gesamte Ort hat bei einer Anschlussquote von 70 Prozent eine potenzielle Ersparnis von über 700.000 Kilogramm CO2 pro Jahr gegenüber Öl. „Das alles sind gewichtige Argumente, sich an das Wärmenetz anzuschließen“, sagt Ortsvorsteher Daniel Belzer.

Beratung digital oder vor Ort
In den nächsten Tagen bekommen alle Ibersheimer Post: „In der Broschüre sind alle wichtigen Informationen und Kontaktdaten gesammelt“, erklärt Wagner. Danach geht es für sein Team in die Beratungsphase: digital, telefonisch oder mit Maske und Abstand vor Ort. „Bis zum Herbst wollen wir dann Vorverträge abschließen, damit wir den Bau der Heizzentrale möglichst bald entscheiden. „Sobald wir sicher sind, auf genügend Resonanz zu stoßen, starten wir“, verspricht auch Vertriebsvorstand Udo Beckmann.

2022 soll die Heizzentrale in der Hammer Straße gebaut werden, im Frühjahr sind die ersten Anschlüsse ans Fernwärmenetz möglich. In der EWR-Heizzentrale wird Wärme in einem Blockheizkraftwerk energieeffizient erzeugt und über ein Fernärmenetz zur Verfügung gestellt.

In der Heizzentrale gibt es mehrere Wärmeerzeuger, so dass die Wärme- und Warmwasserversorgung auch bei einem Defekt oder einem Ausfall einzelner Anlagenteile zu jeder Zeit sichergestellt ist. Der im Blockheizkraftwerk erzeugte Strom wird nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz ins öffentliche Stromnetz eingespeist – und die Fernwärmekunden profitieren direkt davon. „Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch für unsere Kunden günstig“, erklärt Wagner.

Für Ortsvorsteher Daniel Belzer steigt damit die Attraktivität seines Stadtteils, und das nicht nur durch nachhaltige, zuverlässige und robuste Technik: „EWR verlegt zusätzlich kostenlos Leerrohre für den späteren Glasfaser-Hausanschluss“, freut sich der Ortschef. Ibersheim wird aus seiner Sicht „gemeinsam günstig grün“.