EWR AG kauft jährlich für über 30 Millionen Euro bei Zulieferern in der Region ein

Hohe Bedeutung des Firmensitzes für regionale Wirtschaft

Das mehrheitlich kommunale Energieunternehmen EWR AG veröffentlicht erstmals das regionale Einkaufsvolumen. „Gerade jetzt sehen wir, wie wichtig die Bündelung der Kräfte der beiden lokalen Versorger er-p und EWR im Jahr 2018 war, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende, der Alzeyer Bürgermeister Christoph Burkhard, und ergänzt: „Für eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung mit Energie, Wasser und Breitband brauchen wir einen wettbewerbsfähigen lokalen Versorger, der auch in schwierigen Zeiten die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger vorrangig verfolgt und gleichzeitig unternehmerische Verantwortung übernimmt“.

EWR kauft bevorzugt regional: rund 30 Millionen Euro jährlich
Das Ziel der kommunalen Anteilseigner, die Wertschöpfung nachhaltig in der Region zu halten, ist damit aufgegangen: Neben 660 Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Gewerbesteuern, Konzessionsabgaben, fließen über 30 Millionen Euro direkt in die regionale Wirtschaft. „Die Beurteilung der Unternehmen nur nach Maßgabe der geleisteten Gewerbesteuer würde die Leistungskraft unterschätzen“, sagt Strategievorstand Stephan Wilhelm. Ergänzend erklärt er: „Vielmehr sind auch die Verdienstmöglichkeiten der regionalen Produzenten und Dienstleister zu berücksichtigen. Ein Blick in unsere Einkaufsstatistik zeigt, dass für die regionale Wirtschaft der Sitz eines großen Unternehmens eine unsichtbare, aber zentrale Bedeutung hat“.

Die Wertschöpfung bei den Zulieferern entsteht in einer breiten regionalen Verteilung und in einer erheblichen Streuung der Zulieferbranchen. Kleine und mittlere Unternehmen sind die großen Gewinner, vom Handwerker, über Einzelhändler bis zur Gastronomie. „Die qualitativ hochwertigen Waren und Dienstleistungen unserer Region tragen wesentlich zum Erfolg von EWR bei“, sagt Finanzvorstand Dirk Stüdemann und fügt an: „Natürlich stellt das Preis-Leistungs-Verhältnis eine wichtige Entscheidungsgröße dar. Marktvergleiche im deutschen und europäischen Umfeld zeigen uns jedoch, dass wir mit unseren regionalen Servicepartnern optimal aufgestellt sind“. Ein wesentlicher Einkaufsposten entfällt mit 15 Millionen Euro auf das Baugewerbe in Rheinhessen, dem Ried und der Pfalz. Auch Einzelhandel und Dienstleistungssektor profitieren von Aufträgen in Höhe von rund 4 Millionen Euro jährlich. Für Betrieb, Instandhaltung und Modernisierung der Büroflächen der Unternehmenszentrale sowie den Niederlassungen ist die gesamte Breite des deutschen Handwerks vertreten. „Über 50 Handwerksbetriebe von Bad Kreuznach bis Frankenthal erhielten im letzten Jahr Aufträge von der EWR-Gruppe“, verdeutlicht auch Vertriebsvorstand Udo Beckmann. Dabei seien unter anderem Garten- und Landschaftsbauarbeiten, Büroreinigung oder Winterdienst gefragt: „Insgesamt fließen jährlich über eine Millionen Euro in das regionale Handwerk.“ Gerade in der aktuellen Zeit zeige sich laut Beckmann, dass die partnerschaftlichen Beziehungen zu den regionalen Lieferanten einen wichtigen Standortfaktor darstellten.

Ein Drittel der Einkäufe in Rheinhessen, Ried und Pfalz
„Etwa ein Drittel unserer Einkäufe können wir vor Ort tätigen“, erklärt Dirk Stüdemann. Spezielle Produkte, die in den 30 Millionen noch nicht berücksichtigt sind, wie Transformatoren, Rohrleitungssysteme oder Kabel müssen zwar außerhalb der Region bezogen werden, dennoch liegt auch hier der Fokus auf dem Großraum Rhein-Neckar oder Rhein-Main. Die Statistik der letzten Jahre zeigt, dass das Einkaufsvolumen sehr stabil verläuft: „Über die letzten fünf Jahre konsumierten wir Produkte und Leistungen im Wert von rund 154 Millionen Euro und sind damit durchschnittlich wieder bei über 30 Millionen Euro für unsere regionalen Partner.“ Zur Versorgung der 660 Mitarbeiter mit Kaffee, Kohlenhydraten und Vitaminen werden Lebensmittel im Wert von über 50.000 Euro jährlich bezogen. Allein die Einkäufe für die EWR-Bistros, in denen die Mitarbeiter verpflegt werden, summieren sich dabei auf rund 20.000 Euro.

Zusätzliche Arbeitsplätze, Kultur, Sport und Soziales
Schon vor einigen Jahren hat EWR zusammen mit dem Pestel-Institut ausgerechnet, dass das Unternehmen, über die eigenen Beschäftigten hinaus, weitere 1.000 Arbeitsplätze durch die lokale Einkaufspolitik in der Region sichert. „Diese Zahl dürfte durch die erfolgreiche Fusion mit e-rp noch gestiegen sein“, vermutet Udo Beckmann. Nicht in der Einkaufsstatistik beinhaltet seien zusätzliche Leistungen, wie etwa das Sponsoring im Bereich Kultur, Sport und Soziales. „Als regionales Unternehmen unterstützen wir gezielt Events und Vereine in Rheinhessen“, ergänzt sein Kollege Wilhelm. Auch das sei für die Unternehmensführung ein Zeichen der gesellschaftlichen Verantwortung. Die EWR AG verfolgt dabei das Ziel, unternehmensweit regional vernetzt zu sein und so gezielt zum Wohl des jeweiligen Umfelds beitragen zu können. Die Themen Umwelt, Soziales und Kultur sind auf höchster Ebene in seinem Ressort verankert. „Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Engagement in unserer Region ist ein zentraler Bestandteil unsere Strategie und somit der Unternehmens-DNA“, so Wilhelm.

 

 

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