Mehr Insolvenzen auf dem Strommarkt

18. Januar 2019 Pressemitteilungen

Im Dezember meldete der Energieanbieter „Deutsche Energie GmbH“ (DEG) Insolvenz an. Betroffen war auch die rheinland-pfälzische Gemeinde Burrweiler, neben 50.000 Kunden, der Elbphilharmonie oder dem Deutschen Bundestag. 2018 wirtschafteten sich sechs Energieversorger in die Zahlungsunfähigkeit.

Die EWR-Vorstandsmitglieder Udo Beckmann und Dirk Stüdemann sowie Vertriebsleiter Frank Dinter beleuchten das instabile Geschäftsmodell von „Billiganbietern“ und begründen die wirtschaftlich nachhaltig ausgerichtete EWR-Strategie.

„Billiganbietern“ droht eher die Insolvenz
„Viele „Billiganbieter“ locken Kunden mit günstigen Tarifen für ein Jahr und hohen Provisionen bei Vertragsabschluss“, erklärt Frank Dinter. „Oft machen „Billiganbieter“ kaum Gewinn im ersten Jahr. Im zweiten Jahr erhöhen sie dann die Preise kräftig. Viele Kunden wechseln dann zum nächsten „Billiganbieter“, wohingegen der „verlassene Billiganbieter“ in die Röhre schaut, weil er nichts verdient hat.“ Auf Dauer sind solche Geschäftsmodelle kaum tragfähig.

Die EWR AG arbeitet mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell, erklärt Vorstandsmitglied Udo Beckmann: „Wir bieten unseren Kunden stabile, sichere und langfristig angelegte Strom- und Gaspreise. Das heißt, wir kalkulieren realistisch und berücksichtigen Preisschwankungen im Markt mit, damit unsere Kunden mit ihren Versorgungspreisen Planungssicherheit haben.“ Trotz der marktgetriebenen Preisdynamik setzt EWR auf langfristige Preisgarantien, damit auch Familien besser planen können, wenn sie zum Beispiel einen Hausbau ins Auge fassen.

Stabilität und Sicherheit für die Region
Die EWR AG baut auf ihre Verankerung in der Region, erworbenes Vertrauen und ein gutes Verhältnis zu ihren Kunden auf Augenhöhe. „Jährlich fließen über 20 Millionen Euro in Form von Aufträgen, Sponsoring und Dienstleistungen an über 250 Lieferanten, Firmen, Vereine und Gewerke in die Region,“ erklärt Frank Dinter. „Durch unsere wirtschaftliche Stabilität und unsere Präsenz ermöglichen wir Kundennähe zu den Bewohnern, Kommunen, Städten und Gemeinden. Das wird sich zukünftig auch in Produkten niederschlagen, die wir sozusagen extra für die Region entwickeln.“

Ein Produkt ist die clewrcard, die Kunden beim Einkauf Geld sparen lässt. Dazu kooperiert EWR mit zahlreichen Geschäften in der Region. Auch die Vermittlung von günstigen Streetscootern, elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen, sieht Udo Beckmann als Engagement für die Region: „Wir ermöglichen es, dass Handwerker oder Selbständige nicht von Dieselfahrverboten betroffen sind, weil sie sich ein geleastes Stromfahrzeug leisten können und deshalb nicht existenzbedroht sind.“

EWR ist kein „Billiganbieter“
Die Investitionen in die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität oder in den Glasfaserausbau sind nur möglich, weil EWR realistisch kalkuliert. „Den Glasfaserausbau haben wir hier im ländlichen Raum gemacht, wo es sich für „die Großen“ nicht „gelohnt“ hat“, erklärt Vorstandskollege Dirk Stüdemann. „Die Region hier braucht aber Glasfaser, damit sich Familien, Selbständige und Unternehmen ansiedeln können. Ohne Internet verliert die Region Bewohner. Wir können helfen diesen Prozess umzudrehen. Baulanderschließung wird für uns in Zukunft ein wichtiges Thema sein, weil wir uns freuen, wenn Menschen sich in unserer schönen Region ansiedeln.“

Unsicherheit auf dem Strommarkt – Warum EWR auf Stabilität setzt
Interview mit den EWR-Vorstandsmitgliedern Udo Beckmann und Dirk Stüdemann sowie Vertriebschef Frank Dinter zu Vergleichsportalen, „Strombilliganbietern“ und Preisstabilität.
Hintergrund: Der Strommarkt ist in Bewegung, Kunden sind verunsichert: Kurz vor Weihnachten musste der Energieanbieter „Deutsche Energie GmbH“ (DEG) aus Wiesbaden Insolvenz anmelden. Er ist damit einer von sechs Energieversorgern im Jahr 2018! Die DEG versorgte 50.000 Kunden mit Strom und Gas. Kunden waren unter anderem die Elbphilharmonie, der Deutsche Bundestag und die Gemeinde Burrweiler (Rheinland-Pfalz), die ab 22. Dezember 2018 keinen Strom mehr bekamen In Burrweiler mussten die Pfalzwerke einspringen. Dazu heißt es in der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ vom 10. Januar 2019: „Da diese Ersatzversorgung deutlich teurer ist, musste schnellstmöglich ein akzeptabler Stromliefervertrag abgeschlossen werden. Aufgrund einer Bündelausschreibung ab 1. Januar 2020, an der auch Burrweiler beteiligt war, ist der Bestbieter die EWR AG Worms. EWR hat sich bereit erklärt, die betroffenen Gemeinden in diesen Vertrag schon rückwirkend zum 1. Januar 2019 aufzunehmen.“

Ebenfalls im Dezember erhielten bundesweit viele Stromkunden Post von ihrem Energieversorger mit teils saftigen Strompreiserhöhungen. Besonders die „Bayrische Energieversorgungsgesellschaft“ (BEV) wurde in der Presse erwähnt. Demnach stieg bei ihr der Arbeitspreis um 18, der Grundpreis sogar um 107 Prozent.

Was unterscheidet EWR von Unternehmen wie die „Deutsche Energie GmbH“ oder die „Bayrische Energieversorgungsgesellschaft“, die oft als „Billiganbieter“ bezeichnet werden?
Udo Beckmann: Wir bieten unseren Kunden stabile, sichere und langfristig angelegte Strom- und Gaspreise. Das heißt wir kalkulieren realistisch und berücksichtigen Preisschwankungen im Markt mit, damit unsere Kunden mit ihren Versorgungspreisen Planungssicherheit haben. Der Strommarkt ist sehr dynamisch, der Gasmarkt ebenfalls. Das versuchen wir aufzufangen und bieten sichere Preisgarantien. Familien können so besser planen, wenn sie zum Beispiel einen Hausbau ins Auge fassen. Sie wissen immer genau wie hoch die laufenden Kosten sind.

Frank Dinter: Viele „Billiganbieter“ locken Kunden mit günstigen Tarifen für ein Jahr und hohen Provisionen bei Vertragsabschluss. Oft machen „Billiganbieter“ kaum Gewinn im ersten Jahr. Im zweiten Jahr erhöhen sie dann die Preise kräftig. Viele Kunden wechseln dann zum nächsten „Billiganbieter“, wohingegen der „verlassene Billiganbieter“ in die Röhre schaut, weil er nichts verdient hat. Manche gehen dann eben pleite. Wir hingegen erarbeiten uns langfristige Kundenbeziehungen auf Augenhöhe. Unsere Produkte Herzgas und Herzstrom sollen genau das ausdrücken! Wir sind Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Energie. Wir können Bauherren ebenso beraten, wie Kommunen und Gemeinden zur Baulanderschließung oder E-Mobilität. Wir sind für unsere Kunden da, das ist unser Geschäftsmodell.

Im Dezember bekamen EWR-Kunden ebenfalls Post, so wie viele andere Stromkunden. Darin verkündeten Sie aber keine Preiserhöhung, sondern informierten über die vollzogene Fusion von e-rp GmbH und EWR AG. Was erwartet Ihre Kunden in Zukunft preislich?
Udo Beckmann: Wir können garantieren, dass wir den Gaspreis für 2019 stabil halten. Denn während neben die Gaspreise in Rheinland-Pfalz um durchschnittlich 17 Prozent steigen, setzen wir auf Kontinuität. Beim Strompreis haben wir festgestellt, dass sich die Netzentgelte insgesamt erhöht haben. Konkret betrifft das die Wartung und den Umbau der Stromnetze, auch im Rahmen der Energiewende.

Dirk Stüdemann: Wir mussten und müssen relativ kostenintensive Neuanschaffungen vornehmen, um die Stromnetze stabil zu halten. Das bedeutet, dass bei unseren Kunden immer 230 Volt ankommen und keine Schwankungen passieren. Dazu installierten wir beispielsweise einen Mittelspannungslängsregler in Flörsheim-Dalsheim, der schlug mit über 300.000 Euro zu Buche. Die Energiewende ist vom Bund beschlossen worden, die Netzkosten laufen über die Bundesnetzagentur, die sie genehmigt. Insofern müssen wir quasi unsere Kosten, aber auch die Kosten der Vornetzbetreiber, an die Allgemeinheit weitergeben.

Wir können versichern, dass wir immer im Sinne unserer Kunden handeln und das tun, was notwendig ist und der Region nützt. Dass wir beispielsweise beim Sturm Fabienne im September nach zwei Stunden alle 3.000 Betroffenen wieder mit Strom versorgen konnten, liegt auch an unseren Investitionen. Und nur der Vollständigkeit halber: damals waren sechs Hochspannungsmasten eines anderen Unternehmens auf unsere Kabel und Masten gefallen. Aber wir waren es, die den Strom wieder in Gang gebracht haben!

Trägt die Fusion zur Stabilität bei?
Udo Beckmann: Natürlich, das ist ja eines unserer Ziele. Wir wollen als stabiles Unternehmen in der Region arbeiten und diese auch weiter stärken. Bisher flossen von jedem verdienten Strom-Euro 57 Cent zurück in die Region. Deshalb die Namen Herzstrom und Herzgas. Wir bieten über 640 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz, die so ihre Familien ernähren können.

Frank Dinter: Jährlich fließen über 20 Millionen Euro in Form von Aufträgen, Sponsoring und Dienstleistungen an über 250 Lieferanten, Firmen, Vereine und Gewerke in die Region. Durch unsere wirtschaftliche Stabilität und unsere Präsenz ermöglichen wir Kundennähe zu den Bewohnern, Kommunen, Städten und Gemeinden. Das wird sich zukünftig auch in Produkten niederschlagen, die wir sozusagen extra für die Region entwickeln. So haben wir beispielsweise unsere clewrcard extra zur Fusion neu konzipiert, um regionale Produkte und Gewerbe zu unterstützen, mit denen wir kooperieren. Anhand der Zahlen sehen wir, dass unser Kunden das gut finden und sich auch viele ehemalige e-rp-Kunden sich eine clewrcard bestellt haben, weil sie so auch von unserer regionalen Verankerung profitieren können und beim Einkaufen Geld sparen.

Udo Beckmann: Zu nennen wäre auch das E-Nutzfahrzeug Streetscooter, das wir in der Region vermitteln. Das bieten wir als Leasing-Konzept ab 280 Euro im Monat sensationell günstig an. Auch das ist unser Dienst an der Region. Wir ermöglichen es, dass Handwerker oder Selbständige nicht von Dieselfahrverboten betroffen sind, weil sie sich ein geleastes Stromfahrzeug leisten können und deshalb nicht existenzbedroht sind.

Warum ist EWR kein „Billiganbieter“?
Frank Dinter: Weil wir das nicht wollen. Wir sind ein seriöses Unternehmen, das seine Preise fair und nachhaltig kalkuliert. Natürlich müssen wir Geld verdienen, auch damit wir unsere Mitarbeiter bezahlen können. Wir übernehmen Verantwortung für die Region, wir investieren hier, beispielsweise in Glasfasernetze oder die Ladeinfrastruktur für E-Mobilitätsfahrzeuge. Wir sind hier verwurzelt und wollen die Region weiter voranbringen. Und natürlich möchten wir unseren Kunden hier auch etwas zurückgeben.

Dirk Stüdemann: Den Glasfaserausbau haben wir hier im ländlichen Raum gemacht, wo es sich für „die Großen“ nicht „gelohnt“ hat. Die haben sich lieber die großen Städte wie Hamburg und Berlin rausgepickt und auf Umsatz geschielt. Die Region hier braucht aber Glasfaser, damit sich Familien, Selbständige und Unternehmen ansiedeln können. Ohne Internet verliert die Region Bewohner. Wir können helfen diesen Prozess umzudrehen. Baulanderschließung wird für uns in Zukunft ein wichtiges Thema sein, weil wir uns freuen, wenn Menschen sich in unserer schönen Region ansiedeln.

Sind Vergleichsportale eine echte Entscheidungshilfe für die Kunden?
Frank Dinter: Ja und nein. Das Geschäftsmodell baut darauf auf, dass die Anbieter im ersten Jahr nichts bis kaum etwas verdienen. Im zweiten Jahr gehen dann die Preise hoch. Wenn ein Kunde bereit ist jährlich zu wechseln, dann lohnt sich das vielleicht schon. Die Kunden müssen dann halt immer nach ihrem Vertrag schauen, dürfen Fristen nicht versäumen und müssen hoffen, dass der Billiganbieter nicht pleitegeht. Denn wenn das passiert, was immer wieder der Fall ist, dann landet der Kunde in der Grundversorgung des örtlichen Stromanbieters in einem meist ziemlich hohen Preisniveau. So ist dann innerhalb kürzester Zeit der Preisvorteil dahin. Meist kommen die Kunden dann zu uns und erkennen, dass sie bei uns in guten Händen sind, auch wenn wir nicht immer der Günstigste sein können.

Udo Beckmann: Jeder Kunde muss für sich entscheiden, was er eigentlich genau will, wie er leben will, was er von seiner Lebenswelt erwartet. Wenn ich mir wünsche, dass eine Region seinen Bewohnern langfristig etwas bietet, ob das Spielplätze, Sportvereine, Kulturveranstaltungen, Altenhilfen oder Stadt- und Dorffeste sind, dann muss ich mich engagieren. Das kann ich auch, indem ich regionale Produkte kaufe, um die örtlichen Bauern, Handwerker und Unternehmen zu unterstützen. Dazu gehören auch wir, wir sind Teil der Region, hier verwurzelt und hier vernetzt. Wir produzieren sogar einen Teil unseres nachhaltigen Stroms hier. Auch dieses Thema wollen wir in Zukunft mit unseren Partnern in der Umgebung weiter engagiert angehen und neue Sonnenkraftwerke projektieren.

Hintergrundinfos:
Was ist der Grundpreis?
Der Grundpreis ist neben dem Arbeitspreis die zweite Komponente jeder Gas- und Stromrechnung. Der Grundpreis bezeichnet eine monatliche pauschale Grundgebühr, die unabhängig von dem Verbrauch anfällt. Darunter fallen Positionen wie Netzstellenbetrieb, Netzentgeltgrundpreis, Netzentgeltmesspreis und administrative Aufwände.

Was ist der Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis ist der Preis für das verbrauchte Gas oder den verbrauchten Strom in Cent pro Kilowattstunde. Der Arbeitspreis setzt sich aus Beschaffungskosten, Netzentgelten, Konzessionsabgaben, staatlichen Steuern und Abgaben zusammen.

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