Lösung für Korrosionsproblem bei Heizungsanlagen

04. Oktober 2018 Pressemitteilungen

EWR AG und SZ Water schließen Pilotprojekt erfolgreich ab und planen Kooperation

„Probieren geht über Studieren“, lautet ein Motto der EWR AG. Deshalb erklärte sich das Unternehmen bereit, in seiner Heizungsanlage im Liebenauer Feld einen besonderen Feldversuch zu starten.


Korrosion ist das zentrale Problem jeder Heizung
Vor einigen Monaten kam die SZ Water Treatment System GmbH auf die EWR AG zu und stellte ein Mittel vor, das Heizungen vor Korrosion schützen soll. Die Spezialisten von EWR kennen dieses bisher ungelöste Problem. „Für alle Eigenheimbesitzer und Heizungsbauer ist die Korrosion ein ständiges Ärgernis. SZ Water gab an, die Zerstörung von Metallen im geschlossenen Heizungskreislauf aufhalten zu können,“ so Dieter Gumbinger, Heizungsexperte bei EWR. „Deshalb hat uns das Angebot aufhorchen lassen.“ Hinter der ewigen Plage Korrosion steckt einfache Physik. Heizungen arbeiten mit einem geschlossenen Wasserkreislauf.Wasser hat einen bestimmten pH-Wert. In jedem Heizungskreislauf sind verschiedene Metalle verbaut. Je nach pH-Wert werden diese unterschiedlich von Wasser angegriffen. In der Praxis ist es zudem nur schwer möglich, Heizungssysteme Sauerstoff-Diffusionsdicht zu installieren. „Das liegt an den unterschiedlichen Baustoffen, nicht am Heizungsbauer. Sauerstoff beschleunigt die Korrosions ursache. Bisher gibt es dafür keine echte Lösung“, so Dieter Gumbinger.


Innovation oder Augenwischerei?
SZ Water präsentierte den kritischen Fachleuten vonEWR Unterlagen und Untersuchungsergebnisse.„Wir sind als Unternehmen stark mit der ROWE Mineralölwerk GmbH verzahnt“, so Jürgen Stilgenbauer, Geschäftsführer bei SZ Water. „Aufdem Wissen aus der Motortechnik konnten wir aufbauen und dieses Additiv entwickeln.“ Bisher hat ROWE mehrere Dutzend Rezeptur varianten in verschiedenen Testverfahren und -zyklen geprüft.Anschließend wurde in Kooperation mit SZ Water das Produkt abgewandelt und seither mehrere Feldversuche mit dem Heizungsfluid durchgeführt.„Wir haben drei Jahre an diesem Zusatz gearbeitet,“erklärt Michael Zehe, Geschäftsführer von ROWE und SZ Water. „Die bisherigen Investitionen liegen im siebenstelligen Bereich.“


Feldversuche im Liebenauer Feld und im Labor
In Dieter Gumbingers Verantwortung liegt die große Heizungsanlage im Liebenauer Feld in Worms. Das Nahwärmenetz umfasst eine Rohrstrecke von 5,31 Kilometern. Betrieben werden außerdem 2 Pellet Heizkessel mit je 490 kW, 1 Gaskessel mit 5.200kW und 2 Blockheizkraftwerke mit je 400 und 240kW. Damit werden 1.400 Wohneinheiten geheizt. „Insgesamt fließen in dieser Heizzentrale  Liter Wasser. Wie viele Metallarten hier verbaut sind, kann man nur schätzen“, so Dieter Gumbinger,„doch die Korrosion ist da.“ Bisher wurden 5.200 Liter des neuen Additivs in den Kreislauf gegeben.Parallel findet ein Labortest statt, damit ein zuverlässiger Vergleich möglich ist. „Bisher konnten wir sowohl bei den Proben der Anlage, als auch im Labor eindeutig feststellen, dass die Korrosion verschwunden ist,“ erklärt Dieter Gumbinger. Das Geheimnis dahinter kennt Jürgen Stilgenbauer: „Wir sorgen dafür, dass sich auf den Metallen eine Art Schutzschicht bildet, während parallel die zerstörten Oberflächen abgebaut werden. So stoppen wir den Korrosionsprozess.“


Wormser Schwergewichte planen Kooperation
„Wir haben jetzt in der Praxis gesehen, dass das Additiv funktioniert,“ so Frank Dinter, Vertriebsleiterbei EWR. „Nun überlegen wir gemeinsam, wie ein Business-Case und die Vermarktung aussehen könnte, von dem beide Unternehmen profitieren.“Positive Erfahrungen bei der Zusammenarbeit gab es bereits in der Vergangenheit. Jürgen Stilgenbauer war bis 2011 erfolgreicher Triathlet, gesponsert von ROWE und EWR.

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