Gemeinsam in Richtung Zukunft

09. April 2019 Pressemitteilungen

Energieversorgungsunternehmen aus Rheinland-Pfalz bündeln Ressourcen und setzen so im Bereich Erneuerbare Energien neue Maßstäbe.

ALZEY. Die drei Energieunternehmen Mainzer Stadtwerke AG (MSW), EWR AG aus Worms (EWR) und die Pfalzwerke AG (PW) mit Sitz in Ludwigshafen wollen künftig auf dem Gebiet der Planung, dem Bau und der Betriebsführung von Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien eng zusammenarbeiten. Dazu haben die drei gleichberechtigten Partner das Tochterunternehmen PIONEXT GmbH gegründet, um künftig den kaufmännischen und technischen Betrieb der bereits bestehenden rund 500 Wind- und Photovoltaikanlagen der drei Unternehmen unter einem Dach zu bündeln und effizienter zu gestalten und darüber hinaus die Planung und Projektierung von neuen Windkraft- und Photovoltaikanlagen gemeinsam voranzubringen.

Im Vorfeld dieser Entscheidung wurde eine Marktstudie erarbeitet und detailliert geprüft, wo die drei Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien stehen und welche strategischen Zukunftsoptionen sich in diesem Geschäftsfeld für kommunale Unternehmen bieten. Synergiepotentiale liegen danach insbesondere in einer Kooperation in den Bereichen Projektierung sowie technische Betriebsführung von Wind- und Photovoltaik-Anlagen. Die Ergebnisse wurden den Vorständen im Herbst präsentiert und inzwischen in allen Aufsichtsgremien der drei Unternehmen diskutiert.

 „Wir haben bereits gute Erfahrungen gesammelt mit der Kooperation von kommunalen Unternehmen“, weist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der MSW, Dr. Tobias Brosze, auf die bereits bestehende Zusammenarbeit der MSW mit der EWR im gemeinsamen Tochterunternehmen Mainz-Worms Energiebündnis GmbH (MWE) hin. Bei der neuen Gesellschaft PIONEXT sind zusätzlich die Pfalzwerke mit im Boot.

Mit dem Ludwigshafener Energieversorgungsunternehmen arbeiten die Mainzer Stadtwerke bereits seit einigen Jahren zusammen: Das gemeinsame Tochterunternehmen Pfalzwind GmbH betreibt aktuell vornehmlich in Rheinland-Pfalz rund 60 Windkraftanlagen.
Was macht die PIONEXT so attraktiv für die drei neuen Partner? „Der Vorteil einer solchen Kooperation ergibt sich insbesondere durch die Bündelung von Know-how und Ressourcen. Der Zeitpunkt einer Kooperation erscheint im aktuellen Marktumfeld und bei den politischen Rahmenbedingungen günstig“, erläutert EWR-Vorstand Dirk Stüdemann die Motive.
„Durch die gemeinsame Projektierung und den Aufbau eines zusätzlichen Bestandes von weiteren Anlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien besteht die Chance, an der Marktentwicklung auch bundesweit zu partizipieren“, ergänzt René Chassein, Vorstandsmitglied der PW.
Gleichzeitig ermöglicht die neue Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbaren Energien, dass man im Vergleich mit anderen Anbietern wettbewerbsfähig bleibt und mögliche Risiken mit den Partnern teilen und so verringern kann. Gemeinsames Ziel der drei Unternehmen ist der langfristige, regionale und überregionale und vor allem wirtschaftliche Ausbau des Geschäftsfeldes der Erneuerbaren Energien, zunächst mit dem Fokus auf Wind und Photovoltaik. Mit dem Einstieg in das Projektgeschäft erhält man sich also langfristig die Möglichkeit, nach Bedarf entweder solche Anlagen selbst zu bauen, danach weiter zu betreiben oder an Dritte zu verkaufen.
In einem ersten Schritt werden die drei Gesellschafter dem gemeinsamen neuen Unternehmen verfügbare Mittel von insgesamt bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit können pro Jahr etwa zwei große Windparks mit sechs Windkraftanlagen realisiert werden. Die neue gemeinsame Gesellschaft PIONEXT wird vier Geschäftsführer haben – EWR und MSW stellen jeweils einen Geschäftsführer, bei der PW haben zwei Personen die Funktion inne. Sitz der Gesellschaft ist in Alzey.
Die drei Aufsichtsratsvorsitzenden von PW, EWR und MSW unterstützen die intensivere Zusammenarbeit der drei kommunalen Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien:
„Das ist ein starker Impuls aus der Region für die nachhaltige Energieerzeugung der Zukunft: Gemeinsam können wir einen signifikanten Beitrag zu der für die nachfolgenden Generationen so wichtigen CO2-Reduktion leisten“, so Theo Wieder, Aufsichtsratsvorsitzender der PW.

„Wie wertvoll Kooperationen in der Region sind, zeigt nicht zuletzt die Fusion von e-rp und EWR. Mit diesen positiven Erfahrungen gehen wir auch an die neue Gesellschaft, die ein Baustein für die Energieversorgung unserer Zukunft ist“, betont der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel.
„Kommunale Unternehmen sind für den Erfolg und die Umsetzung der Energiewende vor Ort unverzichtbar“, verdeutlicht der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, der auch Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) ist. „Denn diese Unternehmen schielen nicht wie die großen Konzerne ausschließlich auf den schnellen Euro, sondern fühlen sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger besonders der Nachhaltigkeit verpflichtet. Deshalb bin ich sehr froh, dass mit PIONEXT drei renommierte kommunale Unternehmen jetzt gemeinsam den Ausbau der Energiewende vorantreiben, denn gemeinsam ist man schlagkräftiger.“

 PDF: Gemeinsam in Richtung Zukunft

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare.