In Erbes-Büdesheim sorgt EWR für die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets. Weil „An der Sandkaute West“ archäologische Funde gemacht wurden, wird eine Verbindung von Vergangenheit und Zukunft mit Bedacht angegangen.

10 Unternehmen werden im Gewerbegebiet „An der Sandkaute West“ Platz und eine hervorragende Infrastruktur finden. Von der grünen Wiese bis zum fertigen Baugebiet übernimmt EWR die Entwicklung.

Wenn sich die Vergangenheit ganz plötzlich in der Gegenwart bemerkbar macht, dann muss man auf dem Weg in die Zukunft vorsichtig sein. Letztere nimmt im Gewerbegebiet „An der Sandkaute West“ in Erbes-Büdesheim in Form von mehr als zehn neuen Baugrundstücken für Gewerbe und Industrie des Ortes Gestalt an. „Wir haben viele ortsansässige Betriebe, denen wir aktuell keine Flächen mehr anbieten können – das wird sich mit dem neuen Gebiet ändern“, schaut Erbes-Büdesheims Bürgermeister Dr. Karlheinz Tovar auf die kommenden Jahre der 6 Hektar großen Fläche. Partner bei der Erschließung ist die EWR AG. „Als Energieunternehmen“, erläutert EWR-Vorstand Udo Beckmann, „können wir hier alles aus einer Hand anbieten.“

Einzigartiger Fund

Mit Vorsicht, wohlgemerkt. Denn die Vergangenheit ist nah – als Stapel Schwarz-Weiß-Bilder zunächst, auf denen nur Archäologen erkennen konnten, dass im Boden Geschichtliches schlummerte. Eigentlich hatten die Wissenschaftler nach den Voruntersuchungen römische Funde erwartet, schließlich fanden sie schon vor Jahren nur etwa 300 Meter entfernt auf alten Luftbildern die Überreste einer römischen Pallastvilla. Aber es wartete eine historische Sensation. Spitzkellen, Winkelkratzer und Handschaufeln brachten Knochen ans Tageslicht: In 70 Gräbern ruhten die Toten einer sogenannten Wüstung, eines im 15. Jahrhundert untergegangenen Dorfes namens Eiche – unter den Äckern hatten die Überreste von Friedhof und Kirche die Jahrhunderte überdauert. Und die Reise in die Vergangenheit war noch nicht beendet: Ganz in der Nähe der mittelalterlichen Wüstungskirche entpuppten sich die Geländeformen als keltische Festungsanlage aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Laut Experten ein einzigartiger Fund in Rheinhessen.

„EWR kann hier alles aus einer Hand anbieten.“

Udo Beckmann, EWR-Vorstandsmitglied

 

Mit Vorsicht in die Zukunft

Doch zurück in die Zukunft. Oder, besser, die Gegenwart. Während die Archäologen bis Ende Juli ihre – tatkräftig von Bürgermeister Tovar unterstützten – Grabungen abschlossen, bleibt die Vergangenheit präsent. Was bedeutet, dass bei der weiteren Erschließung des Gebiets besondere Vorsicht walten muss. Schließlich könnten weitere Funde unter der Ackerkrume verborgen sein. Und die Bauarbeiten gehen tief: EWR koordiniert und verlegt die Infrastruktur von Strom und Gas, bindet das Gebiet an das örtliche Kanalsystem für Abwasser an, baut ein Versickerungsbecken für anfallendes Regenwasser und einen Löschwasserbehälter. EWR-Vorstand Beckmann: „Wir haben erkannt, dass diese Art der Kompletterschließung ein strategisch wichtiges Feld ist, um Rheinhessen auch in Zukunft zum attraktiven Standort zu machen. Deshalb haben wir gemeinsam mit regionalen Partnern die Erschließungsgesellschaft Rheinhessen gegründet.“

Vorbereitung für ultraschnelles Internet

Gleichzeitig verlegt EWR im neuen Gewerbegebiet auch ein Leerrohrsystem für Glasfaser. „Damit bieten wir den Gewerbetreibenden die Möglichkeit, ins Gigabit-Zeitalter einzutauchen und mit schnellem Internet hohe Datenmengen zu transportieren“, verspricht Bürgermeister Tovar. Der sich, wie er der Presse verriet, eine weitere Verbindung mit der Vergangenheit vorstellen könnte: die Auferstehung von keltischer Festung und mittelalterlicher Kirche mithilfe von Augmented Reality auf dem Smartphone. Doch das ist tatsächlich noch Zukunftsmusik.