Schützling mit Stollenschuh

Der Weg in die Arbeitswelt ist nicht immer leicht. Viele Jugendliche stehen bei der Berufswahl vor einer schwierigen Entscheidung. So auch der 17-jährige Leon aus Gimbsheim. Die Aufstiegshelfer-Initiative von Anpfiff ins Leben e. V. setzt genau an dieser Stelle an und gibt Jugendlichen einen persönlichen Förderer an die Hand.

Blonde Locken, ein strahlendes Lächeln und eine große Leidenschaft für Fußball – das ist Leon. Der 17-jährige Schüler steht seit kurzer Zeit im Rampenlicht seines Sportvereins, dem SV Gimbsheim. Denn: Er wurde für die Aufstiegshelfer-Initiative 2017 ausgewählt, ein Projekt, das junge Sportler beim Einstieg in das Berufsleben unterstützt. Initiiert hat die Initiative der gemeinnützige Verein Anpfiff ins Leben e. V., der seit mehreren Jahren im Gimbsheimer Sportverein aktiv ist. Das Projekt kommt für Leon genau richtig: Der Schüler des St. Katharinen-Gymnasiums in Oppenheim macht in rund zwei Jahren sein Abitur und freut sich über die vielen Einblicke in die Berufswelt, die er durch die Initiative erhält.

Praktische Erfahrungen sammeln
Im Rahmen der Aufstiegshelfer-Initiative heißt es für Leon nicht nur Schulbank drücken, sondern auch Unternehmensluft schnuppern. Begleitet wird er dabei von Frank Dinter. Er ist Vertriebsleiter bei EWR und steht Leon als Aufstiegshelfer persönlich zur Seite. Nach einem ersten Kennenlernen besuchten die beiden gemeinsam den EWR-Beratungstruck, der regelmäßig in der Region unterwegs ist. Hier erhielt Leon erste praktische Einblicke in die Bereiche Kundenberatung und Vertrieb. Mit seiner offenen Art machte er dabei direkt eine gute Figur. „Der EWR-Beratungstruck ist ein mobiles Kundencenter“, erklärt Frank Dinter. „Ziel ist es, regional Präsenz zu zeigen. Es sollen sowohl bestehende Kunden betreut wie potenzielle Kunden informiert werden.“ Eine gute Gelegenheit für Leon, in Arbeitsprozesse einzutauchen, die von außen verborgen bleiben. „Über Strom habe ich mir bisher nie Gedanken gemacht“, gesteht er. „Aber die ganzen Themen, die hinter dem Produkt stehen, sind sehr interessant.“

Besonders spannend findet Leon das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen: „Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen, die hier leben, ist verantwortungsbewusstes Handeln wichtig“, weiß der 17-Jährige. An EWR gefällt ihm, dass erneuerbare Energien eine zentrale Rolle spielen und dass auf Ökogas und Ökostrom gesetzt wird.

 

Professionelle Nachwuchsarbeit
Das soziale Engagement von EWR findet Leon gut. „Ich freue mich darüber, dass ich auch ganz persönlich davon profitieren kann“, sagt der junge Sportler. Durch die Gespräche mit seinem Aufstiegshelfer weiß er, dass das Engagement für die Menschen in der Region erst durch die Kunden des Energiedienstleisters möglich wird. Denn von jedem Herzstrom-Euro, den der Kunde zahlt, fließen 59 Cent in die Region zurück, etwa um soziale Projekte wie Anpfiff ins Leben e. V. zu unterstützen. „Sport lehrt Ausdauer. Einerseits physisch, andererseits psychisch, durch das kontinuierliche Hinarbeiten auf ein Ziel“, erklärt Frank Dinter. Und das zahlt sich aus: „Im Berufsleben habe ich immer wieder bemerkt, dass Sportler belastbarer sind. Deswegen bin ich vom Konzept des Anpfiff ins Leben e. V. begeistert.“

Auch Schützling Leon findet den Grundgedanken des Vereins super, denn nicht nur der Einstieg in die Arbeitswelt wird ihm erleichtert, auch sein gesamter Sportverein, bei dem er in der A-Jugend spielt, profitiert vom Schaffen der gemeinnützigen Initiative. „Beim SV Gimbsheim hat sich vieles total verändert“, sagt der Fußballer – und meint damit nicht nur die neue Sportanlage. „Bei uns in der Jugend arbeiten jetzt ausgebildete Trainer. Dazu gibt es Videoanalysen und schulische Nachhilfe. Das hätte ich mir vor einigen Jahren niemals träumen lassen.“ Für die Zukunft sieht der 17-Jährige seinen Verein bestens aufgestellt.

Durch die professionelle Nachwuchsarbeit des Anpfiff ins Leben e. V. steigt jedoch nicht nur das sportliche Niveau, die Spieler werden auch auf den Berufseinstieg vorbereitet. Davon profitieren Arbeitgeber, die wie EWR auf regionale Nachwuchskräfte setzen. Vertriebsleiter Frank Dinter sieht gerade Leons Altersgruppe als sehr wichtig an: „Um sich auf dem umkämpften Energiemarkt durchzusetzen, muss EWR zukünftige Trends richtig einschätzen. Deshalb machen wir uns permanent Gedanken darüber, was junge Menschen heutzutage bewegt und wie wir sie besser erreichen können. Die Zusammenarbeit mit dem Anpfiff ins Leben e. V. hilft uns dabei, diese Herausforderung zu meistern.“

 

Wertvolles Miteinander
Vorteilhaft ist die Initiative natürlich auch deshalb für die unterstützenden Betriebe, da Jugendliche einen Einblick in die Unternehmen und damit potenzielle Ausbildungsbetriebe erhalten. „Sie lernen die Materie kennen – das weckt frühzeitig Interesse für den jeweiligen Beruf und erleichtert später den Einstieg“, sagt Frank Dinter. Für den Energiedienstleister spielt das Thema Ausbildung eine wichtige Rolle – rund zehn Prozent der Mitarbeiter sind Nachwuchskräfte. Der Aufstiegshelfer erklärt: „Ein Großteil der jungen Menschen arbeitet nach erfolgreichem Abschluss weiterhin bei uns. Wir möchten unsere Mitarbeiter langfristig an uns binden und jedem eine Chance geben, ähnlich wie es Sportvereine machen.“ Das gefällt Schützling Leon besonders gut. Deshalb will er das Unternehmen besser kennenlernen. Und das wird er auch. Im Zusammenhang mit der Aufstiegshelfer-­Initiative 2017 steht bei Leon im Januar ein spannendes Praktikum bei EWR an. Dort kann er Erfahrungen im Berufsleben sammeln und seine Kenntnisse betrieblicher Abläufe vertiefen, zum Beispiel im Bereich des Vertriebs. Er freut sich schon jetzt auf die weitere Zeit mit seinem Aufstiegshelfer.

Drei Fragen an...

Jonas Bauer

Was macht Anpfiff ins Leben e. V.?
Anpfiff ins Leben e. V. unterstützt junge Sportler und Menschen mit Amputation dabei, sich bestmögliche Perspektiven für ihre private und berufliche Zukunft zu schaffen. Unsere Förderung verzahnt auf einzigartige Weise die Bereiche Sport, Schule, Beruf und Soziales. Aktuell fördern wir über 3500 Kinder und Jugend­liche individuell, innovativ und nachhaltig. Wir unterstützen sie bei schulischen Herausforderungen, ersten beruflichen Schritten und bei der Entwicklung sozialer Kompetenzen. Menschen mit Amputation ermöglichen wir ein aktives Leben und gesellschaftliche Teilhabe.

 Welches Ziel verfolgen Sie mit der Aufstiegshelfer-Initiative?
Einerseits profitieren die Teilnehmer von ihren Aufstiegshelfern oder ihrem Praktikum direkt, andererseits wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf unsere Themen lenken. Mit ihrer persönlichen Unterstützung erfüllen die Top-Manager eine Botschafter­rolle. Wir hoffen, dass sich weitere ­Unternehmer diesem Vorbild an­schlie­ßen und möchten über eine cross­mediale Kampagne die Region für unser nachhaltiges Wirken be­geistern sowie viele weitere Auf­stiegshelfer hinzu­gewinnen.

 Welche Mehrwerte schafft Anpfiff ins Leben e. V.?
Über den Sport fördern wir Werte, die den Jugendlichen auch im späteren Leben zugutekommen: Leistungsbereitschaft, Disziplin, Selbstbewusstsein. Diese wichtigen Attribute wollen wir auch auf die Schule und den Berufseinstieg übertragen. Gesellschaftliches Engagement lässt sich hervorragend mit unternehmerischem Mehrwert verbinden. Wer sich in der Region engagieren möchte, der ist bei uns genau richtig.