In Städten wie Paris sind sie bereits ein Massenphänomen, in Deutschland seit Juni zugelassen: Tretroller mit Elektromotor. Doch was müssen E-Scooter-Fahrer beachten?

Im öffentlichen Raum sind nur E-Roller-Modelle erlaubt, die maximal 20 Kilometer pro Stunde fahren, als Elektrokleinstfahrzeug zugelassen sind und eine allgemeine Betriebserlaubnis vorweisen können. Fehlt diese, winken ein Punkt in Flensburg und 70 Euro Strafe. Verpflichtend ist außerdem eine Haftpflichtversicherung, die Fahrer durch eine Plakette nachweisen müssen, sonst drohen 40 Euro Bußgeld. Die Roller werden also wie Mofas oder Motorräder behandelt – nur eben ohne Treibstoff. Ihr Akku reicht bis zu 30 Kilometer weit,  aufladen lassen sich die Flitzer anschließend ganz einfach am heimischen Stromnetz.

Chance oder Chaos?
In deutschen Städten laufen die Vorbereitungen bei Rolleranbietern, die E-Scooter zum Verleih anbieten möchten, derzeit auf Hochtouren. Ob die Zweiräder die nachhaltige Mobilität voranbringen oder Chaos verursachen wie jüngst bei unseren französischen Nachbarn, wird sich zeigen. In Paris beispielsweise schränkte die Stadt den Gebrauch der Roller nach nur einem Jahr wegen zu vieler Beschwerden und eines tödlichen Unfalls wieder ein.

Keine Helm- oder  Führerschein-Pflicht
Zur verbindlichen Ausrüstung eines Tretrollers gehören Bremsen, Licht und Klingel – fahren ohne Beleuchtung kostet 20 Euro. Wer einen E-Scooter nutzen möchte, benötigt weder Führer- schein noch Helm – mit Helm fährt es sich natürlich deutlich sicherer. Erlaubt sind die Zweiräder allerdings erst ab 14 Jahren und nur auf Radwegen. Gibt es keinen, gilt: auf die Straße ausweichen. Wird man auf dem Gehweg erwischt, werden bis zu 30 Euro fällig.

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