Wie Städte, Verbandsgemeinden, Unternehmen und Privatpersonen die E-Mobilität in unserer Region voranbringen.

Dieselfahrverbote drohen den Städten. Die Auswirkungen betreffen alle: Städtische Fahrzeuge könnten nicht mehr ausfahren, Müll bliebe liegen, Hecken würden nicht geschnitten, Kinder nicht zur Schule gebracht. Selbstständige oder Gewerbetreibende wären in ihrer Existenz bedroht. Handwerker, Paketboten, Supermarktlieferanten mit Dieselmotoren dürften nicht mehr in die Städte einfahren. Schnell würde die Logistik kollabieren. Während auf politischer und juristischer Ebene noch diskutiert wird, handelt Rheinhessen. Städte, Verbandsgemeinden, Firmen und Privatpersonen unternehmen konkrete Schritte, um schon jetzt die CO2-Bilanz zu verbessern. Wir haben uns in der Region umgesehen.

Mainz: Maßnahmen für saubere Luft

In Aktionsprogramm M3 ziehen die Stadt Mainz, die Mainzer Stadtwerke und die Mainzer Mobilität an einem Strang. So sollen bis Ende 2018 23 Euro-6-Busse neu beschafft und fast 100 Busse mit Filtern nachgerüstet sein. Nach 2021 sollen dann bei der Mainzer Mobilität nur noch Fahrzeuge angeschafft werden, die alternative umweltfreundliche Antriebe besitzen. Mitte 2019 werden jeweils vier Batteriebusse und vier Brennstoffzellenfahrzeuge im Linienbetrieb eingesetzt, um ihre Alltagstauglichkeit zu testen. Schon seit 2016 fährt die elektrische „Mainzelbahn“. „Die Mainzer Stadtwerke waren und sind weiter bereit, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Dekarbonisierung des ÖPNV in unserer Stadt als Beitrag zum Klimaschutz zu unterstützen“, verspricht der Vorstandsvorsitzende Daniel Gahr.

EWR setzt auf E-Mobilität

Die EWR AG gehört zu den maßgeblichen Förderern der E-Mobilität in Rheinhessen. Von den rund 80 Ladesäulen stammen mehr als 30 von EWR. „Aber die Logistik ist nur ein Teil, es geht darum, die Fahrzeuge auf die Straße zu bringen“, so Vorstandsmitglied Stephan Wilhelm. „Daran hapert es und wir versuchen, das zu ändern.“ 2017 hat das Unternehmen mit einem Audi-Händler einen Spezialpreis für einen e-Tron ausgehandelt. Von 500 Mitarbeitern nahmen 73 das Angebot an. „Damit haben wir den Anteil der E-Pkw in der Region erheblich erhöht“, so Stephan Wilhelm. Dazu kommen 23 EWR-eigene E-Fahrzeuge. Außerdem versucht die EWR Netz GmbH, ihre Logistik komplett mit Streetscootern abzuwickeln. „Die Ergebnisse zeigen, dass das möglich ist, wenn man es versucht“, so das Vorstandsmitglied. „Deshalb haben wir uns auch entschlossen, das E-Nutzfahrzeug Streetscooter zusammen mit den Stadtwerken Mainz zu vertreiben. Gerade Handwerker müssen sich mit den E-Transportern um Dieselfahrverbote keine Gedanken mehr machen.“

Golfressort Gernsheim mit E-Tankstelle

Im Juni 2018 entschloss sich Dirk Weiland, Geschäftsführer von „GOLF absolute“, im Golfresort Gernsheim eine öffentliche Ladesäule für zwei Fahrzeuge zu installieren. Zum Golfplatz gehört außerdem ein Vier-Sterne-Hotel. „Unsere Gäste verlangten immer wieder nach einer Lademöglichkeit für ihre E-Pkw auf unserem Parkplatz“, erzählt er. „Das ist heute ‚State of the Art‘. Wenn ich hier vor Ort vorbeischaue, dann wird dort immer mindestens ein Auto geladen. Das ist auch keine Frage des Einkommens mehr, sondern Ergebnis einer vernünftigen Einstellung. ­E-Fahrzeuge bieten einen unschlagbaren Vorteil – sie sind morgens immer vollgetankt!“

Bundesweit sind auf allen 10 Golfanlagen von „GOLF absolute“ ausschließlich elektrisch betriebene Caddys unterwegs, insgesamt über 300. „Wir haben uns bewusst gegen Lärm und Abgase und für die Umwelt entschieden“, betont Dirk Weiland.

VG Wörrstadt baut überall Ladesäulen

Daria Paluch arbeitet als Klimaschutzmanagerin für die VG Wörrstadt. „Wir setzen bereits seit 2012 E-Fahrzeuge ein. Aber jetzt sind wir zusammen mit dem ‚Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt‘ einen wichtigen Schritt nach vorne gegangen. Der Energie- und Servicebetrieb zahlt jeder Gemeinde eine Ladesäule, aber die Gemeinden übernehmen die Folgekosten.“ 12 Gemeinden haben mitgemacht. Die Ladesäulen stehen an strategisch wichtigen Punkten: Sportplätzen, Supermärkten oder Mehrzweckhallen. Dabei zahlen die Gemeinden den Strom, die E-Fahrzeugbesitzer laden umsonst. „Erfreulich ist für uns“, so Daria Paluch, „dass die Ladesäulen genutzt werden, unabhängig ob eine Ortsgemeinde 400 oder 7.000 Einwohner zählt. Das ist eine wichtige Erkenntnis: E-Mobilität ist nicht nur ein städtisches Thema!“

E-Mobilität heißt in Rheinhessen clewrmobility. Ob als Partner für Kommunen oder als Dienstleister für Privatpersonen oder Unternehmen: EWR unterstützt den Ausbau der Elektromobilität.

E-Mobil mit EWR

Für Stadtflitzer

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Für Gewerbetreibende

Für Handwerker und Lieferanten ist es das perfekte Kurzstrecken-Fahrzeug: der StreetScooter. EWR bietet ein Paket aus Fahrzeug, Stromvertrag und einer Wallbox.

Für Stressabbauer

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Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne zu Ladelösungen und Elektromobilen. Schreiben Sie eine E-Mail an info@clewrmobility.de oder rufen Sie uns an: 0800 0848849

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