Mehr Tempo im Datennetz

21. Juni 2017 Energie & Technik

Mehr Tempo im Datennetz

Schnelles Internet hat sich für viele Städte und Gemeinden längst zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Sowohl für Unternehmen als auch für Privathaushalte ist schnelles Internet einer der ausschlaggebenden Faktoren bei der Wahl des zukünftigen Wohnorts. Die Datenmengen, die heute über das Internet verschickt werden, wachsen immer schneller an. Onlinevideotheken, TV-Streaming in HDTV und 3D oder Videokonferenzen sind einige Beispiele, die heute nur mit einer schnellen Verbindung qualitativ hochwertig realisiert werden können.

„Glasfaserleitungen im Haus machen das Internet noch schneller.“

Wie rasant dabei die Entwicklung der Internetgeschwindigkeit bisher war, zeigt ein Blick in die nicht allzu ferne Vergangenheit: Im Juli 1999 konnte der erste Kunde mit einem DSL-Anschluss im Internet surfen. Die zunächst mögliche Surfgeschwindigkeit für Privatkunden betrug 768 kbit/s – in Zeiten von Analog-Modems mit damals maximal 64 kbit/s ein echter Luxus.

Sprung in die Gegenwart: Die digitale Agenda der Bundesregierung hat das Ziel, eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur bis 2018 zu schaffen. So sollen Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s überall möglich sein. In manchen Dörfern ist das bislang ein Traum. Es sind also Alternativen gefragt. Und dabei kommt EWR ins Spiel. Das Energieunternehmen hat bisher 61 Gemeinden in Rheinhessen und dem südlichen Ried an das Glasfasernetz angeschlossen.

Thorsten Volz ist Leiter des Bereichs Vertrieb Telekommunikation bei EWR. Er weiß, welche Anforderungen die Menschen heute an eine zeitgemäße Internetverbindung haben.

Volz: „Private und auch geschäftliche Nutzer stellen hohe Anforderungen an die Qualität der Netze in Bezug auf Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Sicherheit. 2012 haben wir uns entschieden, die Investitionen in unsere Energie- und Kommunikationsnetze auch für die Menschen in unserer Region zugänglich zu machen. Unser Ziel war, die unterversorgten Gemeinden in der Region mit neuster Technik zu erschließen. Mit unserem Engagement in Rheinhessen und dem südlichen Ried richten wir den Blick in die Zukunft, denn der Bedarf an schnellen Internetverbindungen steigt auf Grund des immer größer werdenden digitalen Medienkonsums kontinuierlich an.“

 

Die Technik, die Hochgeschwindigkeit im Internet möglich macht ist Glasfaser. Selbst größte Daten- und Informationsmengen können damit sprichwörtlich in Lichtgeschwindigkeit verschickt werden.

Volz: „Für die Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsnetz stellen wir neue VDSL-Verteilerkästen auf, die an unser eigenes Glasfasernetz angebunden werden. Von dort aus nutzen wir die sogenannte „letzte Meile“ der Deutschen Telekom bis zum jeweiligen Hausanschluss. Diese Variante nennt sich „FTTC“-Anschluss (Fibre to the curb). Die FTTH-Lösung (Fibre to the home) können wir in Neubaugebieten bereits heute in 12 Neubaugebieten in der Region anbieten – Dort verlegt EWR Glasfaser direkt bis ins Haus. So sind beispielsweise mit dem neuen Produkt Herznet Home 300 Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload möglich.“

Doch wie viel Bandbreite brauche ich eigentlich? Hier ist das individuelle Nutzerverhalten und die Anzahl der Personen im Haushalt ausschlaggebend. Neben der oft erwähnten Download-Geschwindigkeit, sollte auch die benötigte Upload-Geschwindigkeit beachtet werden.

Volz: „Nehmen wir zum Beispiel das Hochladen oder Versenden von 400 Urlaubsbildern mit je 1 Megabyte Datengröße. Dies dauert bei einer Upload-Übertragungsrate von 1 Mbit/s über 53 Minuten, bei 10 Mbit/s sind die Daten bereits nach 5 Minuten hochgeladen, bei 50 Mbit/s schon nach 1 Minute. Um dem Bedürfnis unserer Kunden weiter gerecht zu bleiben, haben wir deshalb mit der Umstellung auf Herznet auch unsere Produkte im Upload angepasst: das 25er Produkt haben wir von 2 auf 5 Mbit/s erhöht, das 50er Produkt von 4 auf 10 Mbit/s.“