So gestalten Sie ein nachhaltiges Accessoire für den täglichen Einkauf selbst.
Blumenkohl, Radieschen und Frühlingszwiebeln – so bunt das Gemüseangebot in unserer Region ist, so vielfältig sind auch die Einkaufsbehältnisse. Wie wäre es, die Plastiktüte durch ein selbst gemachtes Makramee-Einkaufsnetz zu ersetzen? Wir zeigen, wie Sie so ein Netz mit nur wenigen Materialien selbst herstellen können.

Je kleiner die zu transportierenden Gegenstände, desto enger sollte die Tasche geknüpft werden. Hier ist auch die Dicke der Kordel entscheidend: Ist diese etwas dicker, können keine engen Knoten geknüpft werden, wodurch die Löcher der Tasche automatisch größer werden.

So funktioniert’s

1. SCHNIPP SCHNAPP Schneiden Sie 30 ungefähr 2 Meter lange Schnüre von der Kordel ab, also 15 für jeden Holzring.

2. Festmachen Befestigen Sie jede Schnur mit einem Lerchenkopfknoten an dem Holzring. Dafür legen Sie die Schnur in der Mitte übereinander. So entsteht eine Schlaufe. Ziehen Sie diese  durch den Ring und führen Sie die zwei Schnurenden durch die Schlaufe. Wiederholen Sie den Schritt pro Ring mit 15 Schnüren.

3. Los Geht’s Schnappen Sie sich zwei nebeneinanderliegende, jedoch nicht zur selben Schnur gehörende Schnüre und verknoten Sie diese. Wiederholen Sie den Schritt der Reihe entlang, sodass am Ende lediglich die äußeren Fäden nicht verknotet sind.

4. Zweite Reihe Knüpfen Sie mit etwas Abstand eine zweite Reihe. Beziehen Sie die beiden äußeren Fäden diesmal mit ein. Nach 4 oder 5 Reihen werden die beiden Taschenteile miteinander verbunden, indem die äußeren Schnüre miteinander verknüpft werden. Ab hier geht es dann im Kreis.

5. Endknoten Ist die Tasche groß genug, legen Sie die Enden jeder Seite so aufeinander, dass die gegenüberliegenden Schnüre miteinander verknüpft werden können. Durch die Verknüpfung ergibt sich ein Boden, in dem Obst und Gemüse Platz nehmen können.

6. Die Henkel Schneiden Sie 2 x 60 cm Schnur und 2 x 2 Meter Schnur ab. Befestigen Sie diese mit dem Lerchenkopfknoten an einem der beiden Holzringe. Die kürzeren der beiden Schnüre sollten in der Mitte liegen.

7. Knotentechnik Mit der Makramee-Knotentechnik knüpfen Sie so lange, bis der Henkel lang genug ist. Das Ende des Henkels wird am anderen Ring ebenfalls mit Makramee-Knoten angebunden und mit flüssigem Kleber fixiert.

8. Der letzte Schliff Ist am Taschenboden noch Schnur übrig geblieben, können Sie diese auf gleiche Länge abschneiden. Wenn Sie möchten, können Sie die Enden mit kleinen Knoten oder Perlen versehen.

Makramee-Knüpftechnik
Das Wort Makramee stammt vom arabischen „migramah“ ab. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das „weben“ und bezeichnet eine aus dem Orient stammende Knüpfkunst, die zur Herstellung von Textilien und Schmuck angewendet wird.