Wasserstoff – ein relevanter Energieträger

für die Zukunft unserer Region

 

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung kann Wasserstoff zum Schlüssel für die Energiewende werden.

In Form von Brenn- oder Kraftstoff ist Wasserstoff als klimafreundliche Alternative zu Kohle, Öl und Erdgas in vielen Anwendungsbereichen einsetzbar. Mit dem Einsatz von Wasserstoff kann ein großer Beitrag zur Dekarbonisierung des Industrie-, Wärme- und Verkehrssektors geleistet werden.

Was macht Wasserstoff zukunftsfähig?

Mit der Nutzung von Wasserstoff kann auf ein CO2-freies Energiesystem hingearbeitet werden. Ziel ist es deshalb, die Energieversorgung möglichst mit grünem Wasserstoff sicherzustellen. Dabei ist Deutschland auf den Import von Wasserstoff angewiesen – und zwar aus Ländern, die über eine stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien verfügen.

Zudem ist Wasserstoff im Brennstoffzellenantrieb geeignet, etwa den Schwerlast- und Schiffsverkehr voran zu treiben, der ansonsten nur mit großem Aufwand elektrifiziert werden könnte. Brennstoffzellenfahrzeuge haben Reichweiten von mehreren hundert Kilometern und lassen sich in weniger als fünf Minuten auftanken.

Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. Unabhängig von der gewählten Elektrolysetechnologie erfolgt die Produktion von Wasserstoff CO2-frei, da der eingesetzte Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen stammt.

Mögliche Einsatzmöglichkeiten der Wasserstofftechnologie in Worms?

Worms ist aufgrund seiner günstigen Lage zwischen Mannheim und Frankfurt am Main sowie der Anbindung an den wasserstoffrelevanten Schifffahrts-, Bahn- und regionalen Busverkehr als attraktiver Standort für Wasserstoff ausgewiesen. Die Metropolregion Rhein-Neckar wurde im Rahmen eines nationalen Investitionsprogramms des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) als Wasserstoff-Modellregion anerkannt.

EWR unterstützt die Stadt Worms als Innovationspartner bei der Entwicklung von Wasserstoff-Projekten. Denkbar wäre die Unterstützung des Pilotprojektes als Infrastrukturdienstleister. Dabei bieten sich die Möglichkeiten, Wasserstoff z. B. durch Strom von Erneuerbaren Energien zu produzieren (Power-to-Gas) oder diesen an anderer Stelle einzukaufen.
Mit einem bestehenden Gasnetz von rund 2.000 Kilometern profitiert EWR im Gas-Bereich über langjährige Erfahrung und Expertise. Außerdem konnte EWR durch das praxisnahe Forschungsprojekt mit den Städten Kirchheimbolanden und Alzey diese Power-to-Gas-Technologie erproben. Dieses Wissen stellt eine wesentliche Grundlage dar für die mögliche Umsetzung eines Wasserstoff-Projektes.

Gemeinsam prüfen die Partner wo ein förderfähiger Einsatz von Wasserstoff sinnvoll und realisierbar wäre.


Eine Initiative von

 

 

 


Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung

Für das Erreichen der im Klimaschutzprogramm des Bundes festgesetzten Ziele kommt unter anderem der Wasserstofftechnologie eine wachsende Bedeutung zu. Deutschland soll nach Wunsch der Bundesregierung bei der Nutzung von klimafreundlichem Wasserstoff als nachhaltigen Energieträger eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen. Vor diesem Hintergrund hat sie am 10. Juni ihre „Nationale Wasserstoffstrategie“ beschlossen. Diese hat zum Ziel, Wasserstoff als CO2-freie Alternative zu fossilen Energieträgern in allen relevanten Sektoren wie Industrie, Wärme und Verkehr zu fördern. Dies bezieht sich vor allem auf "grünen Wasserstoff" - erzeugt aus erneuerbaren Energien.